Erfolgsgeschichten

Dass wir mit unserer Absicht den Emseer als Wirtshaus zu erhalten nicht nur einen idealistischen Traum verfolgen, sondern ein umsetzbares Ziel vor Augen haben, zeigen zahlreiche Beispiele gelungener Gasthausrevitalisierungen.

Alle diese Projekte wurden dank motivierter Bürger*innen angegangen und schlussendlich durch ihr Engagement umgesetzt.

Die folgenden Erfolgsgeschichten sollen nicht nur dokumentieren, was alles möglich ist, sondern auch zeigen, dass man das Rad nicht neu erfinden muss, um Wirtshauskultur langfristig zu erhalten.

Gasthaus Bräu in Munderfing

Nach jahrelangem Leerstand wurde das Gasthaus Bräu in der innviertler Gemeinde Munderfing im Jahr 2017 neu eröffnet. Neben einem Restaurant wurde ein Veranstaltungszentrum für Seminare, Vernissagen und Präsentationen umgesetzt.

https://www.restaurant-forthuber.at/

DorfWirtschaft in Asten (Bayern)

310 Bewohner*innen der bayrischen Gemeinde Asten gründeten eine Genossenschaft und unter Beteiligung des gesamten Ortes wurde die Sanierung des alten Gebäudes in Angriff genommen. 2013 konnte die „DorfWirtschaft“ eröffnet werden.

Wirthaus „Bartle“ in Riefensberg

In Riefensberg (Vorarlberg) fanden sich Bewohner*innen nicht mit der Schließung des Dorfcafés ab. Sie organisierten sich, gründen eine Genossenschaft und eröffnen das Wirtshaus Bartle.

https://www.facebook.com/wirtshus

dasrößle in Todtnau (Baden-Württemberg)

2012 kaufte eine Genossenschaft von anfangs 196 Mitgliedern das alte leerstehende Gebäude in der Gemeinde Todtnau (Baden-Württemberg). Mit der Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen renovierten sie das Haus und machten “dasrößle” zu einem regionalen Treffpunkt für Kunst, Kultur und Brauchtum.

St.Stefan – Afiesl

In St. Stefan-Afiesl im Mühlviertel wurde als Reaktion zur Schließung des letzten Lebensmittelgeschäfts und Gasthauses eine Bürgerbeteiligungsprozess gestartet. Gemeinsam wurde ein Konzept für einen sozialen Treffpunkt mit Lebensmittelverkauf regionaler Produkte, Kaffeehaus und Gastwirtschaft entwickelt. Zurzeit befindet sich das Projekt in der Umsetzungsphase.

Medienbericht zur Rettung der „DorfWirtschaft“ Asten

https://www.sn.at/leben/lifestyle/erfolgsrezept-gegen-wirtetod-4915087

Medienbericht zur Rettung des Gasthauses Schiffmeister in Niederösterreich

https://www.noen.at/melk/krummnussbaum-eine-neue-wirtin-fuer-das-schiffmeister-krummnussbaum-schiffmeisterhaus-sigrid-waldhans-185810040

Update, 20.11.2020

Liebe Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen, 

Ein ereignisreicher Tag liegt hinter uns! Wir dürfen berichten, dass zwei Vertreter*innen unserer Initiative heute ein sehr konstruktives Gespräch mit der Grundeigentümerin und dem Bauunternehmen führen konnten. Wir möchten uns auch an dieser Stelle noch einmal für die Bereitschaft dazu bedanken! Auch Vertreter*innen der SPÖ, ÖVP und BÜFE sowie Thomas Siegl als Bausachverständiger nahmen an der Besprechung teil. Die örtliche FPÖ-Fraktion hatte ebenfalls großes Interesse am Termin, konnte diesen jedoch aus zeitlichen Gründen nicht wahrnehmen.

Es wurde klar, dass allen Beteiligten die Weiterführung des Emseeas am Herzen liegt.
Mehr als drei Stunden wurden verschiedene Möglichkeiten besprochen. Für uns steht eine gemeinschaftliche und nachhaltige Lösung, die sensibel mit der baulichen Substanz umgeht und dabei wirtschaftliche Faktoren beachtet, an erster Stelle. Dafür wollen wir als nächsten Schritt gemeinsam mit Expert*innen verschiedene Varianten diskutieren und daran anschließend in weiterführende Gespräche treten. 

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden! 

Alles Liebe,

Eure Emseea-Retten Initiative

Ein erstes Zwischenfazit!

Liebe Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen, 

Vielen, vielen Dank! Nach nicht einmal einem Tag konnten wir bereits mehr als 1200 Unterschriften sammeln. Wir sind überwältigt und dankbar! Der Großteil davon stammt von Ebenseer*innen. Das zeigt einmal mehr, wie groß das Bedürfnis ist, den Emseea zu erhalten! 

Wie wir merken, hat unsere Rettungsaktion bereits zu einer ersten Gegenreaktion geführt. Die charakteristische alte Kastanie vor dem Emseea wurde heute gefällt, Baucontainer wurden aufgestellt und Zäune installiert. Wir hoffen dennoch, dass wir die Chance erhalten, uns mit der Eigentümerin sowie dem Bauunternehmen an einen Tisch zu setzen und Angebote zu diskutieren. 

Wir wollen an dieser Stelle auch deutlich machen, dass unsere Rettungsaktion nicht gegen Privatpersonen oder Unternehmen gerichtet ist! Letztendlich ist es nebensächlich, wer dort baut. Für uns zählt einzig und allein, dass der Emseea erhalten bleibt und auch nachfolgende Generationen die Chance erhalten, diesen offenen Ort zu erleben und mitzugestalten. 

Bürgermeister Markus Siller hat uns kontaktiert und versichert, dass er sich der Sache annimmt. Auch Vertreter*innen anderer Fraktionen sind bereits auf uns zugekommen. Das ist für uns ein klares Zeichen, dass der Erhalt des Emseeas nicht nur der Bevölkerung, sondern auch unserer Lokalpolitik quer durch die Fraktionen ein wichtiges Anliegen ist.

Für Freitag, 20.11.2020 ist gemeinsam mit Bauunternehmen, Grundstückseigentümerin und Bgm. Markus Siller ein runder Tisch angestrebt. Das ist ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung. 

Wirtshäuser, wie der legendäre Emseea, spielen für eine Gemeinde eine essentielle Rolle. Ein Ort zum Treffen, zum Plaudern, zum Streiten, zum Genießen, zum Abschalten nach einem langen Arbeitstag. Wir sind uns sicher, dass der überwiegende Großteil der Ebenseer*innen solche Orte zu schätzen weiß, auch die derzeitige Grundstückseigentümerin sowie der Bauunternehmer.
Wir sind überzeugt, dass sich eine für alle Beteiligten (Initative Emseea-Retten, Grundstückeigentümerin und Bauunternehmen) zufriedenstellende und profitable Lösung finden lässt. 

Wir halten euch auf dem Laufenden! 

Die Emseea-Retten Initiative